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Warum Körperbilder politisch sind

Original-Beitrag auf Instagram

  • Verzerrte, metallisch-schillernde Körperskulptur. Zu dünn, zu dick, nie richtig? Warum Körperbilder politisch sind. #ScrollNichtWeg
  • Körperbilder sind wie Mode – sie folgen dem politischen Klima ihrer Zeit. Noch vor wenigen Jahren standen Body Positivity und Vielfalt hoch im Kurs. Heute erleben wir mit #skinnytok, „Clean Girl Aesthetic” und Tradwife-Content eine Kehrtwende: Die Frauenbilder von heute sind wieder konservativer, gleichförmiger und vor allem weiß.
  • Daran, wie Körper beurteilt werden, zeigen sich immer auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Machtverhältnisse. Wer entspricht dem Ideal und gehört dazu? Wer fällt raus und wird abgewertet?
  • Heute werden vor allem schlanke, sportliche Körper mit Attraktivität, Gesundheit und Erfolg verknüpft. Dicke Menschen hingegen werden oft als faul, dumm oder hässlich abgewertet. Körper sind also politisch, weil an ihnen Machtverhältnisse ausgehandelt werden. Der dünne, weiße, nicht-behinderte, cis-geschlechtliche Körper gilt als Norm. Schwarze, dicke, behinderte oder queere Körper gelten dagegen als abweichend.
  • Gerade rechtsextreme Ideologien nutzen normative Körperideale, die eindeutig vorgeben, welche Körper „richtig” sind und „dazu” gehören. Wer von diesen Idealen abweicht, gilt als minderwertig, wird verhöhnt, unsichtbar gemacht oder ausgeschlossen. Diese rechtsextreme Sicht auf Körper unterstützt damit rassistische und menschenfeindliche Narrative.
  • Gleichzeitig lenken #skinnytok, Tradewives und Co. den weiblichen Fokus wieder verstärkt auf das Private. Wenn Frauen ihre Hauptenergie auf Diäten, Sport, Kosmetik, Haushalt und Familie setzen, besteht die Gefahr, dass berufliche und politische Beteiligung und damit die Gleichberechtigung in den Hintergrund treten.
  • Fallen dir noch weitere Beispiele ein, in denen Frauenkörper politisiert werden? Schreib sie uns in die Kommentare. #ScrollNichtWeg
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